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Franken
Weinregionen - Deutschland
In Franken begann man bereits im 8. Jahrhundert mit dem Weinbau. Damals wurde dieser hauptsächlich von den vielen Klöstern zur Herstellung von Messwein betrieben.
Die Anbaufläche erstreckte sich im Mittelalter auf bis zu 100.000ha. Davon sind heute zwischen Bamberg und Aschaffenburg noch ca. 6000ha übrig, welche in 22 Großlagen und 211 Einzellagen aufgeteilt sind.
Auf Urgesteinsverwitterungsböden, Buntsandstein, Lehm, Lös und Muschelkalk gedeihen in Frankens mildem Klima besonders würzige und mineralstoffhaltige Weine.
Angebaut werden vor allem Weißweine, von denen Silvaner, Riesling, Bacchus und Müller-Thurgau wohl die bekanntesten sind.
Erst in den letzten Jahren begannen die Winzer vermehrt auch Rotwein anzubauen. Hierfür werden derzeit ca. 10% der Anbaufläche genutzt. Die bekanntesten fränkischen Rotweine sind wohl der Rote Franken und Dornfelder.
Das bekannteste Markenzeichen fränkischer Weine, der Bocksbeutel ist eine eigenwillige, bauchige Flasche, die ursprünglich eingeführt wurde, um echte Frankenweine von billigen Imitaten leichter unterscheiden zu können. Sie darf auch heute noch nur in bestimmten Weinbau-Gebieten eingesetzt werden.
Ein weiteres Markenzeichen der fränkischen Wein-Kultur sind die vielen, oftmals kleinen, Weinfeste. Sie finden in nahezu jedem Weinbauort mindestens einmal im Jahr statt. Teilweise wird dort sogar direkt in den Weinbergen, auf den Kellern gefeiert. Eine Weinprobe gehört hier ebenso selbstverständlich dazu, wie das gesellige Zusammensein in gemütlicher Atmosphäre.