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Grauer Burgunder
Rebsorten - Weisswein
Der Grauburgunder, auch unter dem Namen Ruländer, oder Pinot Gris bekannt, ist eine Mutation des roten Spätburgunders. Die Weißweinrebe gelangte bereits im 14. Jahrhundert von Frankreich nach Ungarn und von hier nach Deutschland. Im Jahre 1711 entdeckte der Kaufmann Johann Seger Ruland die Rebe in einem wilden Weinberg seiner Heimatstadt Speyer. Er erkannte den hohen Ausbauwert der Rebe und siedelte sie am Kaiserstuhl an, wo der Grauburgunder noch heute zu den Spitzenweinen zählt. Neben Italien gilt Deutschland als Haupterzeuger des Grauburgunders. Besonders in der Pfalz, Rheinhessen oder Baden werden gute Anbauergebnisse erzielt.

Anfänglich wurden die Trauben erst überreif und oft schon von einem Pilz befallenen geerntet. Dieser süße, schwere Wein wird Ruländer genannt und eignet sich als Begleiter zu Braten oder Wild. Seit den 1980er Jahren begann man die Trauben früher zu ernten und erhielt frische leichte Weine, mit einem hohen Säuregehalt, welche heute unter dem Namen Grauburgunder angeboten werden und sich sehr gut zu hellem Fleisch, Fisch oder Käse trinken lassen.

Der Anbau der Trauben gestaltet sich recht schwierig. Die Früchte sind empfindlich gegen Temperaturschwankungen und Berührungen, da sie eine sehr dünne Haut besitzen. Gute Qualitäten erzielt man in kühleren Regionen lediglich an sonnenreichen Südhängen, auf lockeren, nährstoffreichen Böden.