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Spätlese
Qualitätsstufen
Qualitätsweine mit dem Prädikat Spätlese müssen nach dem deutschen und österreichischem Weingesetz bestimmten Normen entsprechen. Die Trauben für Spätleseweine dürfen deshalb nur nach der Hauptlese geerntet werden,sie verfügen daher über ein sehr reifes fruchtiges Aroma. Auch dürfen die Trauben nicht willkürlich zu unterschiedlichen Terminen geerntet werden. Hierfür sind gewisse Regeln einzuhalten. Zunächst erfolgt eine Leseprüfung, die anmeldepflichtig ist. Von einem Ausschuss der jeweiligen Gemeinde wird dann der Spätlesetermin festgelegt. Der genaue Wert für einen Spätlesewein kann von Region zu Region unterschiedlich sein. Durchschnittlich werden jedoch mindestens 85 Oechsle erreicht. Rebsorten aus den Weinanbaugebieten in Baden, erreichen sogar bis zu 95 Oechsle. Weine aus Deutschland unterliegen einem Reinheitsgesetz, somit ist eine Anreicherung von Qualitätsweinen, zu denen auch die Spätlese zählt, verboten. Im Ausland, beispielsweise in Frankreich, ist es erlaubt, dem unvergorenen Most Zucker zu zusetzen. Weinkenner wissen, dass Spätleseweine nicht unbedingt süß sein müssen. In den letzten Jahren erobern auch zunehmend trockene Spätlesen den Markt. Wenn der Hinweis „trocken“ fehlt, ist davon auszugehen, dass der Wein über eine höhere Restsüße verfügt. Weine aus dem Anbaugebiet der Mosel, können klimabedingt nicht vollständig durchgegoren sein, sie bleiben dann stehen und entwickeln so traditionell eine Restsüße. Eine Stufe unter Spätlese ist der Kabinett. Die Auslese steht eine Qualitätsstufe über der Spätlese.