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Von der Traube zum Rotwein

Da es für einen Nichtwinzer nicht immer ganz klar ist und mich schon viele Fragen erreicht haben, möchte ich heute den Weg bzw. die Maßnahmen von der Traube zum Rotwein aufzeigen. Ein äusserst interessantes Thema wie ich finde.

Zu allererst werden natürlich die Trauben gelesen. Die Weinlese kann per Hand (Handlese) oder per Maschine erfolgen. Nach der Lese ist der nächste Schritt das Abbeeren. In diesem Step werden die Stiele von den Trauben getrennt. Dies tut man um zu vermeiden das die recht strengen Geschmäcker der Stiele nicht in den Wein gelangen. Sehr herbe Tannine wären die Folge.

Nach dem Abbeeren wird Eingemaischt. Man öffnet hier die Trauben um auch an die in der Schale enthaltenen Farbstoffe zu gelangen und den Vorgang des Gärens zu erleichtern. Die nun entstandene Masse nennt man die Maische. Dieser beginnt beim Kontakt mit Sauerstoff zu gären. Hierbei wandelt sich der enthaltene Zucker in Alkohol. Die Gärung ist abgeschlossen wenn kein Zucker mehr für die Umwandlung vorhanden ist. Man lässt die Maische dann je nach Qualität länger oder kurz stehen. Es entsteht dann ein mehr oder weniger farbintensiver Wein.
Wenn die Maischegärung abgeschlossen ist, haben wir zwei Bestandteile. Zum einen dem flüssigen Vorlaufmost und zum anderen den Pressmost, welcher noch aus den Trauben ausgepresst werden muss. Der Pressmost ist farbintensiver, gerbstoffreicher, weniger fein aber auch konzentrierter als der Vorlaufmost.

Der nächste Step ist die Malolaktische Gärung. Hierbei wandelt sich die herbe Apfelsäure in die weichere und rundere Milchsäure um. Nach der Malolaktischen Gärung erfolgt je nach dem welches Ziel man als Winzer oder Önologe verfolgt die Assemblage. Dies ist die Vermählung verschiedener Weine bzw. Rebsorten.

Der Vorletzte Schritt ist der Ausbau des Weines. Jung zu trinkenede Weine werden meist im Tank ausgebaut und Weine mit längerer Lagerzeit, die man erst nach einigen Jahren trinkt im Fass. In der Ausbauphase verbinden sich die verschiedenen Komponenten des Weins und ergeben dann die fertige Komposition des Winzers oder Önologen. In dieser Phase können auch unerwünschte Ablagerungen (Depot und Hefetrub) entfernt werden.

Zu guter Letzt erfolgt die Abfüllung in Flaschen. Fertig ist der Rotwein, den wir in etikettierten Flaschen im Supermarkt oder Weinhandel, sowie ja auch mittlerweile in Onlineshops, bei sogenannten Twittersalesdays oder Blogsalesdays bestellen können.

2 Responses to “Von der Traube zum Rotwein”

  1. Dirk Würtz said:

    Hi,

    “Die nun entstandene Masse nennt man den Most. ” Ne,ne, das nennt man Maische, deswegen auch der Begriff “Maischegärung”
    “In dieser Phase kann auch das unerwünschte Depot entfernt werden.” Wie geht das? Was meinst du denn damit?

  2. admin said:

    Moin Dirk! Danke für die prompten Hinweise und die Kritik. Ich habe die Fehler gleich korrigiert bzw. richtiger gestellt. Wenn dir als Winzer noch was auffällt, immer her mit der Kritik ;)!!!

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